Das 16.Monat/Ausflüge und Umzüge

Unser 16. Monat war sehr turbulent. Wir waren viel unterwegs, sehr viele ist passiert. Wir sind viel umhergezogen, hatten neue und alte Aufgaben und dann stand auch noch unser Umzug endlich an. Also viel los und manchmal war es alles andere als einfach.

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Meine Tochter hatte am Anfang ihres 16. Monats leichte Einschlafschwierigkeiten. An sich ist sie eine sehr gute Schläferin. Seit ihre ersten Zähne durch sind, schläft sie eigentlich fast durch, nur wenn etwas sehr aufregend war, kann es sein, dass sie manchmal nachts kurz wach wird, dann aber meist sehr schnell wieder einschläft. Jetzt hatten wir aber mit dem Einschlafen an sich Probleme, was sehr selten ist.


Wir haben ein sehr starres Einschlafritual, dass ich sehr penibel einhalte. Das hat vor allem praktische Gründe, so kommt nie die Frage auf, was man machen muss und auch meine Mutter oder Schwiegermutter könne sie zu Mittag ins Bett bringen. Aber auch meine Tochter weiß genau was wann kommt und wenn man sagt: „Zeit zum Schlafen gehen“, läuft sie ins Zimmer und setzt sich neben das Bett. Dort bekommt sie ihren Schnuller und Kuschelbären (einen Steif-Bären, den wir vor ihrer Geburt von meiner Großmutter geschenkt bekommen haben und den sie sehr liebt) und sie bekommt ihr Einschlafbuch vorgelesen (das lesen wir wirklich nur zum Schlafen vor). Dann geht´s ins Bett und die Spieluhr läuft ein mal durch. Dann warten wir einfach bis sie einschläft. Das dauert meistens 10-15 Minuten. Jetzt hatte sie eine Phase, da hat es teilweise eine Stunde gedauert. Sie war in dieser Zeit nicht raunzig oder so was. Sie ist nur viel aufgestanden, hat sich herum gewälzt und wollte sichtlich nicht einschlafen. Und das obwohl sie offensichtlich sehr müde war. Oft sind ihr sogar die Augen zu gefallen, nur damit sie sie gleich wieder aufreißen kann. Kurzum, es war etwas mühsam. Ich weiß, viele Eltern haben erheblich mehr Probleme. Trotzdem finde ich es in Ordnung, hier das zu erzählen, und auch zu sagen, das es für uns eine schlechte Zeit war. Nur weil es anderen schlechter geht, sind meine Probleme für mich ja trotzdem da.


Wir haben nicht heraus gefunden was der Grund war. Nachdem sie zwei Wochen so herum gehampelt ist, war es dann auf einmal wieder gut. Vielleicht hatte sie einen Entwicklungsschub, den wir nicht so sehr gemerkt haben, weil so vieles passiert ist. Oder es lag daran, das wir mehr unterwegs waren (wobei das wirklich heftige erst noch kam). Ich weiß es nicht, jedenfalls haben wir es ausgesessen. Das war am Ende das Beste auch wenn wir natürlich nicht wussten, wie lange es dauern würde.


Schon seit vor dem Winter ist auf einer Wiese in der nähe meiner Eltern ein Zirkus gestrandet. Wir wollten schon im Herbst einmal hingehen, doch da kam uns die Pandemie mit einem wetiteren Lockdown dazwischen. Nachdem nun solche Aufführungen wieder erlaubt waren, hat der Zirkus seine Tore wieder geöffnet und wir haben beschlossen auch mal hinzugehen. Ich gehe sehr gerne in den Zirkus, schon als Kind war ich gerne dort. Besonders die Pferdeshows mag ich sehr. Seit ich auch weiß wie man diese Tricks beibringt finde ich es sogar fast noch schöner. Meine Tochter und ich sind mit meiner Mutter, meiner Tante und deren Enkel (ist das mein Cousind 2. Grades… ich merk mir das einfach nicht) hingegangen. Der Kleine wird im Sommer vier, ist also älter als unsere Kleine, war aber auch zum ersten Mal im Zirkus.


Es war nicht sehr viel los, was wohl auch am Wetter lag, da es etwas frisch war. Dafür konnten wir uns gute Plätze aussuchen und auch pandemiebedingt war da nichts unangenehm. Die Show war sehr nett, viele Pferde und Ponys und eine paar ganz nette Clown-Einlagen. Leider muss ich seither beim Wort Banane immer an den eine Clown denken, der Banane genannt wurde. Meine Tochter war total begeistert. Kaum waren die ersten Pferde in der Manege war sie feuer und flamme und hat nur noch fasziniert zugeschaut. Bei einer Nummer durften die Kinder hinein und mit einem Pony auf der Wippe stehen. Dafür war meine Tochter leider noch zu klein, aber sie wäre so gerne gegangen, ganz unruhig war sie da auf meinem Schoß und wollte hin laufen. Unsere kleine Begleitung, der eigentlich zu Anfangs etwas nervös war, ist sogar von sich aus hingelaufen und war danach offensichtlich auch sehr begeistert davon.


In der Pause konnten wir uns auch die Tiere in ihrem Unterstand anschauen. Eine Ziege, die leider nicht in der Show vorkam, war sehr begeistert davon, von meiner Mutter gestreichelt zu werden. Ansonsten sind die Ponys den Rummel ja gewöhnt. Ich glaube nicht viele Pferde wären so entspannt, wenn locker 20 Leute auf engen Raum sich um sie tummeln und dabei nicht gerade leise sind. Sie sind allerdings hinter einen Zaun, und ich bin mir sicher es ist mehr zu ihrem Schutz als zu dem der Besucher. Das ist auch gut so, aus meiner Sicht. Auch dass da jemand ist, der schaut, dass man sie nicht Fütter ist eine gute Sache. Viel zu viele Leute wissen nicht, was man Ponys alles geben kann, und was auf keine Fall.


Da ich wieder ein bis zwei Mal die Woche arbeiten bin (für ein paar Stunden am Abend), ist meine Mutter immer mal wider da, um auf die Kleine zu schauen, bis mein Mann nach Hause kommt. Da es sehr heiß war, waren wir an einem dieser Tage schwimmen. Meine Mutter ist dann noch ein bisschen mit meiner Tochter am See geblieben und ich bin in die Arbeit gefahren. Meine Tochter liebt Wasser und wenn sie selber hineingehen kann, dann darf das Wasser auch tiefer und kalt sein. Sandspielen ist dann aber doch noch besser, auch wenn sie in diesem Fall im Beachvolleyballfeld gebuddelt hat.


Kurz danach sind meine Eltern auf Urlaub gefahren, und wir sind zum Haus und Hof hüten bei ihnen eingezogen. Meine Eltern haben ein recht großes Grundstück und meine Mutter baut jedes Jahr gefühlt einen Urwald an Gemüse an. Das muss natürlich gegossen werden. Dazu kommt unsere alter Hund, der mittlerweile echt schon einige Eigenheiten hat. Zu ihm werde ich noch ein gesondertes Kapitel schreiben, ich hoffe sehr, er bleibt uns noch lange erhalten.


Jedenfalls haben wir für eine Woche das Haus gehütet, danach hat meine Tante übernommen, die aber leider eine Hundeallergie hat, weshalb wir den Hund zu uns mit genommen haben. Die Woche war sehr anstrengend. Nicht nur durch die zusätzliche Arbeit, sondern auch der Ort an sich hat es nicht gerade einfach gemacht. Spazierengehen mit Hund und Kind ist dort viel schwieriger als bei uns. Nirgendwo kommt man mit Kinderwagen gut vorwärts, ohne geht es aber auf Grund der unterschiedlichen Tempi und der Distanz aber auch nicht. Dazu ist das Haus und der Garten leider nur sehr eingeschränkt Kindersicher, was das Leben dort noch schwere machte. Wenn wir nur zu Besuch sind, wo dann gleich mehrere Leute da sind, ist das nicht so schlimm. Alleine war es aber sehr anstrengend, weil ich nur damit beschäftigt war, meine Tochter daran zu hindern sich irgendwo hinunter zu stürzen. Alles in Allem waren wir sehr froh, nach einer Woche zurück zu uns zu kommen.


Bei uns war es selbst mit Hund erheblich leichter. Mit den Beiden in den Park zu gehen war überhaupt kein Problem und auch am Spielplatz (was es bei meinen Eltern gar nicht gibt) war er super brav und hat immer unsere Sachen bewacht, während wir von Rutsche zu Schaukel und wieder zurück gewandert sind. Meine Tochter liebt den Hund und sie darf eigentlich alles bei ihm machen. Ich schaue natürlich immer und erkläre ihr auch, dass sie nicht in die Nase oder ins Maul greifen soll, oder dass sie nicht am Schwanz ziehen darf. Meistens ist sie aber eh sehr vorsichtig. Sehr begeistert war sie von der Leine, und wollte unbedingt auch Hund ausführen. Am letzten Tag habe ich ihr das dann auch erlaubt, und sie war selig. Seither muss sie immer die Leine nehmen, wenn sie sie sieht. Außerdem geht sie seither überhaupt gerne mit Dingen in der Hand spazieren. Ob das nun mein Hausschlüssel oder der Putzkübel ist, Hauptsache sie darf etwas herumtragen.


Wir sind deshalb nach einer Woche zurück, weil wir endlich den Schlüssel zu unseren neuen Wohnung bekommen haben. Das war ein ziemlich mühsame Angelegenheit. Der Bau hat sich verzögert (wir hätten schon letzten Herbst einziehen sollen). Auch haben sie bei der Schlüsselübergabe dann einfach alle Parteien hinbestellt, und jeder musste in seiner Wohnung warten, bis dann alle mal da waren, (also Maler, damit sie schauen ob noch etwas zu machen ist, Leute für die Türen, die Installationen, die Raumlüftung, usw.). Es hat sehr lange gedauert. Meine Tochter war ein Engel, extrem brav und hat sich die ganze Zeit mit herumlaufen beschäftigen. Nachdem wir endlich mit allem fertig waren, waren wir dann auch zum ersten mal in einem Restaurant essen (zum kochen war es einfach schon zu spät). Die Kleine hat brav gegessen, sogar aus einem Glas getrunken (weil ich ihren Becher vergessen habe) und war wie immer freundlich zu allen in ihrem Umgebung.


Ab da hatten viel zu tun. Ich habe die alte Wohnung in Kisten gepackt, und das Gefühl gehabt, es wird einfach nicht weniger, und dann kamen die Kisten alle in die neue und seither räume ich sie dort wieder aus, und habe wieder das Gefühl, dass es kein Ende nimmt. Wir ziehen nur eine Ortschaft weiter, daher kann man recht gut hin und her fahren. Das ist auch sehr angenehm, sonst wäre es noch viel mühsamer. Zu unserem Umzug werde ich auch noch ein Kapitel schreiben, das ist an dieser Stelle einfach zu viel.


Es war also viel los bei uns, und es wir auch noch eine Weile so aufregend bleiben. Ich freue mich schon über die neue Wohnung, bin dann aber auch froh, wenn das alles wieder vorbei ist. Auch meine Tochter ist glaub´ ich, ganz froh, wenn es wieder etwas ruhiger ist, und wir wieder mehr Zeit haben auf um Spielplätze zu gehen. Im Moment findet sie es aber sehr lustig, in der großen Wohnung jetzt länger Wege rennen zu können. Und ich darf mal wieder hinterher. Mit einem Kleinkind braucht an den Sport (zu dem man ja eh nicht kommt) nicht mehr.

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