Geburtstagsfeier

Hurra, das Kind ist ein Jahr alt. Wir haben es geschafft, und alle leben noch. Ich muss sagen, so ganz glauben kann ich es nicht, dass sie jetzt wirklich schon so groß ist. Und wie viel in diesem Jahr passiert ist. Aber um all das geht es ja eh die ganze Zeit, heute soll es mal nur um den Geburtstag gehen und der war schon aufregend genug.

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Ich habe schon öfter erwähnt, dass ich größere Feiern und Feste alle Art nicht wirklich mag. Ich gehöre zu der Gruppe Menschen, für die die derzeitige Pandemie sehr gelegen kam, weil ich mal keine Ausreden suchen musste, um nicht auf irgendwelche Feiern gehen zu müssen. Aber natürlich geht das nur in einem gewissen Maße. Und der erste Geburtstag meiner Tochter war dann doch etwas, was sogar ich feiern wollte. Zumindest im kleinen Rahmen, mit möglichst wenig Aufwand.


Ja, da hatte ich die Rechnung mal wieder ohne meine Umgebung gemacht. Wie bereits mehrfach erwähnt leben wir in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Daher sind Feiern mit mehr als vier Personen eher unmöglich. Also begann meine Suche nach dem Austragungsort. Sowohl meine Eltern als auch meine Schwiegereltern haben einen Garten. Wir wohnen näher bei Letzteren, weshalb ich eher zu diesen neige, einfach aus Bequemlichkeit. Dazu kommt, dass es noch nicht sehr warm war, wir also ohnehin im Haus sein mussten. Zwar haben auch beide ein Haus, aber das Haus meiner Eltern ist etwas umständlicher, wenn man viele Leute zu Gast hat, und die Küche ist sehr klein.


Also habe ich bei den Schwiegereltern angefragt. Und eine Absage bekommen. Sie wollten auf Grund der Pandemie nicht so viele Menschen haben. Und damit ging das Chaos erst richtig los. Kurz wollte ich es einfach komplett absagen, einfach weil ich keine Lust mehr hatte. Das habe ich dann aber wieder verworfen und umgestellt. Ich habe die Familien geteilt, etwas, was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann. Für mich ist das nun mal meine Familie, sie wieder in die „Ursprünglichen“ zu teilen finde ich unsinnig, zumal es nun mal um meine Tochter geht, die ja wirklich mit allen verwandt ist.


Bei zwei Feiern braucht man auch zwei Tage und damit nicht alles auf einmal war, haben wir uns für zwei auf einander folgende Wochenenden entschieden, wo in der Woche dazwischen ihr wirklicher Geburtstag war. Das war überhaupt nicht das, was ich ursprünglich wollte, aber mich hat ja keiner gefragt. Diese Tage waren Stress pur für mich.


Wie vielleicht schon öfter aufgefallen ist, bin ich sehr heikel was das Essen betrifft. Nicht so sehr, weil meine Tochter oder ich so vieles nicht essen würden, eher weil es Dinge gibt, die ich nicht will, dass sie isst. Und eines der Wichtigsten Dinge dabei ist Zucker. Also auch keinen Kuchen, keine Torte, keine Kekse. Ich habe also mir Rezepte für zuckerfreie Torten organisiert, diese probegebacken, ob man sie auch essen kann (und sie nicht nach Papier schmecken) und dann in beiden Fällen die Torten mitgebracht. Sonstiges Essen wurde zu meinem Glück von meiner Mutter und meiner Schwiegermutter jeweils gemacht. Also außer dem Essen für das Kind, das habe ich mitgenommen, weil sie zu dieser Zeit noch kein Salz bekam und außerdem noch nicht so viel bei uns mitgegessen hat.


Zweiter, sehr heikler Punkt bei mir sind die Geschenke. Natürlich gehören Geschenke dazu und es sollten auch alle eine Freude dabei haben meiner Tochter etwas zu schenken. Aber schon die Vorstellung erzeugte bei mir Übelkeit. Ersten graute mir vor der Anzahl, da meine Tochter ohnehin schon recht viele Spielsachen besitzt. Und zweites graute mir auch vor den Dingen an sich. Qietschbunt, womöglich laut und aus Hartplastik, das ist so ziemlich meine absolute Horrorvorstellung eines Spielzeugs. Wenn es dann auch noch rosa ist, weil ja für ein Mädchen, bekomme ich endgültig die Krise. Was soll ich sagen…


Es kam dann alles viel weniger schlimm als ich befürchtet hatte. Scheinbar habe ich alle innerhalb des letzten Jahres genug eingetrichtert, was geht und was nicht, jedenfalls gab es nichts was auch nur ansatzweise so schlimm war, wie ich es mir ausgemalt hatte. Sie bekam zwei Holzspielsachen, ein paar Bücher (davon kann man eh nie genug haben) und eine Stoffpuppe (das einzige in Rosa und „für Mädchen“, aber sie ist ok). Alles in allem also eine gute Ausbeute.


Für den erweiterten Familienkreis hatten wir als Sammelgeschenk eigentlich einen Kindersitz fürs Fahrrad (so eine den man auf den Gepäcksträger schnallt) aber am Ende haben wir von den Meisten Geld bekommen, und den Sitz dann einfach selbst gekauft. Auch den neuen, großen Sitz fürs Auto haben wir so finanziert. So diesen Anschaffungen kommt noch ein eigens Kapitel. Von meinen Schwiegereltern hat meine Tochter eine Schwimmweste bekommen. Sie haben nämlich ein Segelboot, und wir hoffen, dass wir es diesen Sommer vielleicht ein, zwei Mal schaffen auch segeln zu gehen. Da muss sie natürlich ausgestattet sein.


Zusammengefasst waren beide Feiern ein Erfolg, auch wenn mir bei der einen Feier der Kuchen misslungen ist (bei Probe Backen war der super, aber so ist das halt manchmal). Ich hoffe wir können im nächsten Jahr dann alle gemeinsam feiern. Dann haben wir auch eine größere Wohnung und können es bei uns ausrichten. Auch wenn es dann am Ende ganz gut geklappt hat, bin ich immer noch der Meinung, eine Feier ist ausreichend, und wir sind alle eine Familie. Dann drückt mir mal bitte die Daumen fürs nächste Jahr.

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