Geschenke für Groß und Klein

Vom ersten Tag an bekommt man als Eltern Geschenke aller Art. Manche sind eher praktischer Natur, manche sind „für die Kleinen“ und andere wieder sind schon beim Auspacken für den Müll. Hier ein Leitfaden an alle schenkenden Freunde, Verwandte und Bekannte, damit sich Schenker und Beschenkte auch wirklich freuen können.

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Natürlich ist jeder etwas anders gestrickt was das Thema Geschenke angeht. Aber ich bin sicher ihr alle habt schon das eine oder andere Geschenk zur Geburt erhalten, dass nicht so richtig euer Geschmack war. Bei mir hat das sehr oft mit der Farbe zu tun. Wir haben eine Tochter und leider fühlen sich sehr viele dazu genötigt uns alles in rosa zu schenken. Warum Mädchen unbedingt alles in rosa haben müssen versteh ich nicht. Ich selbst kann die Farbe überhaupt nicht leiden und bekomme schon bei rosa Aufschrift auf T-Shirts einen Ausschlag. Außerdem möchte ich so viel wie möglich auch beim zweiten Kind weiter verwenden. Mag ja sein, dass man auch Burschen rosa anziehen kann, es ist aber noch weniger gesellschaftstauglich als blau bei Mädchen. Zwar kann ich diese Einteilung in die Geschlechter bei Kleinkindern ohnehin nicht verstehen, aber ich muss es ja auch nicht noch unterstützen, indem ich für Mädchen rosa und für Burschen blau kaufe. Daher meine Bitte an alle Schenker: fragt vorher ob die Farbe erwünscht ist. Nur weil es ein Mädchen ist muss die Decke nicht rosa sein. Und auch ein Bursch sieht in rot süß aus. Wenn ihr euch nicht sicher seid, könnt ihr auch die Rechnung behalten und im schlimmsten Fall umtauschen. Das kann manchmal auch eine gute Lösung sein.


Schon in der Schwangerschaft habe ich sehr viel Gewand geschenkt bekommen. Das hatte den Vorteil, dass ich im Grunde nicht selber kaufen musste. Aber halt auch den Nachteil, dass unser Kasten vor Babygewand nur so übergeht. Dazu kommt, dass die meisten lieber einen Body kaufen als Hosen oder Socken. Meist hat man dann am Ende zwar zwanzig Oberteile, aber leider nur drei Hosen und zwei Paar Socken. Natürlich freu ich mich sehr über jedes Gewand mit liebem Muster oder Farbton. Ich finde sicher einen Weg es in unsere Auswahl zu integrieren. Wenn ihr aber nicht genau wisst, wie der Kleiderschrank des Babys gefüllt ist, dann ist es eine super Idee zu fragen ob ein Body oder eine Hose besser wären. Oder ob vielleicht ein Schlafanzug gerade der Renner wäre. Auch bei der Größe ist Nachfragen eine super Sache. Manche Babys sind bei der Geburt schon so groß, dass die kleinsten Größen gar nicht erst ausgepackt werden. Oder ein Kind überspringt beim Wachsen mal eine Größe, weil es so schnell geht.


Ich habe als meine Tochter vier Monate alt war von Verwandten einen Beißring bekommen. Das war eines der besten Geschenke des ganzen ersten Jahres. Es war genau so einer wie ich ihn zu dieser Zeit gesucht habe (von Grünspecht, Naturkautschuk) und meine Tochter hat mit dem Zahnen ohnehin so viele Probleme gemacht. Wie sie darauf gekommen sind weiß ich nicht, aber es war ein Schuss ins Schwarze. Manchmal sind nützliche Dinge eben genau dass, was am ehesten gebraucht wird. Gerade Alltagsutensilien braucht man als junge Eltern oft in unüberschaubaren Mengen. Da hat man eh schon zehn Spucktücher, aber irgendwie wäre das Elfte dann doch manchmal echt praktisch. Oder vielleicht habt ihr auch Stoffwindeln und eine weitere Überhose wäre nicht schlecht. Wenn euch jemand fragt, dann bringt sowas unbedingt an, denn daran habt ihr selbst dann wirklich Freude. Und an die Schenkenden gilt auch hier wieder: fragt nach. Es ist nicht schlimm banale Dinge zu schenken, denn meistens sind es gerade die, die uns Eltern am schnellsten Ausgehen. Ich zum Beispiel liebe die Spucktücher mit Tiermotiven die ich von meiner Cousine habe sehr. Sie finden auch bei meiner mittlerweile über einem Jahr alten Tochter noch viel Verwendung.


Kommen wir nur zu den schwierigsten, aber beliebtesten Geschenken. Dinge für „die lieben Kleinen“. An Spielsachen mangelt es meiner Tochter vom ersten Tag an nicht. Wir haben schon mehrere Schmusetücher und Stofftiere gehabt, noch bevor sie auf der Welt war und es wurde nicht weniger. Natürlich verstehe ich, dass diese Dinge einfach süß sind und sich die meisten auch denken: eine Kleinigkeit ist doch schon in Ordnung. Leider seid ihr mit dieser Kleinigkeit aber nicht alleine und so gehen Spielzeugkisten und Stofftiersammlungen schnell mal über. Gerade ganz kleine Babys sind mit zu vielen Dingen ohnehin überfordert. So manches wird dann nicht mal angeschaut, weil viel zu viel anderes eh da ist. Meine Tochter hat Dinge, die hat sie vielleicht drei Mal angeschaut. Weniger ist da oft mehr. Natürlich will ich niemanden verbieten ein Spielzeug zu schenken. Aber auch hier ist es eine gute Idee zu fragen, ob es denn etwas gibt, was gewünscht wird. Wir haben zum Beispiel an ihrem ersten Geburtstag vor allem Bücher gesucht. Sie liebt Bücher über alles und beschäftigt sich sehr lange damit. Davon kann man meines Erachtens auch nur schwer zu viele haben, daher ist das bei uns immer eine gute Wahl. Vielleicht habt ihr ja auch etwas, was eure Kleinen besonders lieben und wovon immer zu wenig da ist.


Gerade bei Geburtstag oder zu Weihnachten, wo mehrere Leute gleichzeitig etwas schenken, kann man auch gut gemeinsam etwas besorgen. Hier kommt wieder meine Tendenz zu praktischen Geschenken zum Tragen. Gerade frisch gebackene Eltern brauchen sehr viele Dinge, die meistens auch eine ganze Menge kosten. Ob das nun ein Kinderwagen (eher vor der Geburt), ein größerer Sitz fürs Auto oder Zubehör fürs Fahrrad ist. Gemeinsam kostet es dann schon gar nicht so viel. Und diese Dinge werden dann auch viel genützt und sind sehr beliebt. Schon in meiner Kindheit war es üblich große Geschenke wie ein neues Fahrrad im Kollektiv zu kaufen. Das biete sich aus meiner Sicht auch für die Kleine sehr gut an. Wir haben zum Beispiel unseren Fahrrad-Gepäcksträger-Sitz auf diese Weiße angeschafft.


Schlussendlich ist es aus meiner Sicht auch gar nicht so wichtig, dass es überhaupt ein Geschenk gibt. Natürlich steht das jedem frei, aber ich bin niemanden böse, wenn er mir oder meiner Tochter keine Kleinigkeit mit bringt, nur weil wir uns länger nicht gesehen haben. Ich selbst bin eine lausige Schenkerin und vergesse schon mal, dass jemand Geburtstag hatte. Daher bin ich auch nicht sauer, wenn jemand anderes bei mir auch nichts mit hat. Am Ende ist mir eine Umarmung von Herzen lieber als ein Notgeschenk, nur damit man etwas hergeben kann. Und gerade bei Kindern finde ich, sollten Geschenke auch immer etwas Besonderes sein. Wenn sie größer sind bekommen sie schließlich auch nicht immer wenn Oma kommt etwas geschenkt, daher sollte es aus meiner Sicht auch am Anfang nicht sein.

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